Läufer für Staffellauf nach La Garenne-Colombes gesucht

12.01.2020

[Wangen im Allgäu]  40 Jahre Partnerschaft mit La Garenne-Colombes bei Paris sind dieses Jahr ein Grund zu feiern. Ein Beitrag zur großen Feier soll ein Staffellauf aus dem Allgäu nach Paris sein, zu dem Männer und Frauen an Pfingstmontag, 1. Juni 2020, in Wangen aufbrechen. 

Ankunft ist am Freitag, 5. Juni 2020 gegen Abend, und die Rückkehr ist für Sonntag, 7. Juni 2020, vorgesehen. Es ist die Neuauflage der Laufstafette, die vor zwei Jahren zum 30-Jahr-Jubiläum mit Prato in die Toskana führte. Oberbürgermeister Michael Lang will sich – wie damals - in die Läufergruppe einreihen. 

Nach dem für alle Beteiligten eindrucksvollen sportlichen wie kameradschaftlichen Erlebnis vor zwei Jahren, zeichnete sich schon früh ab, dass es auch für ein ähnliches Laufevent nach La Garenne-Colombes eine Reihe von Interessierten geben würde. So machten sich im vergangenen Jahr Ralf Brugger vom SV Falken mit seiner Familie und Jürgen Frank vom SV Deuchelried an erste Planungen. Brugger fuhr in den Ferien einen Teil der Strecke mit der ganzen Familie ab und zeigte sich begeistert. Insbesondere der Teilabschnitt von Troyes bis La Garenne-Colombes hat es ihm angetan. „Vor Troyes geht es durch den Parc naturel régional de la Forêt d’Orient mit zwei riesigen Seen. Dann führt der Weg durch Troyes hindurch auf einem hervorragenden Radweg und schließlich geht es immer an der Seine entlang bis zum Louvre mitten in Paris“, sagt er. Dort wollen die Freunde aus der Partnerstadt die Gruppe erwarten und dann für ihren gefahrlosen gemeinsamen Lauf über die letzten rund 12 Kilometer sorgen, wie der Bürgermeister der Partnerstadt La Garenne-Colombes, Philippe Juvin, bereits zusagte. Die letzte gemeinsame Etappe führt sie durch das Herz von Paris. Sie ist durch die Tuilerien, auf den Champs-Élysées, um den Place de L’Étoile und durch den Grande Arche in La Défense bis zum Marktplatz in La Garennes-Colombes geplant.

Doch nicht nur die letzten Teilabschnitte haben große läuferische wie touristische Reize. Der Weg führt von Wangen über Tettnang und Friedrichshafen, dann am Bodensee entlang und weiter in den Schwarzwald durch das Steinatal bis hoch zum Schluchsee und dann über den Feldberggipfel. Bergab geht es über die Todtnauer Hütte, Notschrei, den Schauinsland bis Bad Krotzingen, schließlich über den Rhein und dann unweit von Guebwiller im Elsaß auf den höchsten Berg der Vogesen, den Grand Ballon und bis zur Moselquelle. „Das ist der wilde Teil der Südvogesen“, erzählt Jürgen Frank begeistert. Von dort geht es Richtung Chaumont durch dünn besiedeltes Land. Am Südrand der Champagne kann an einer Champagnerprobe teilgenommen werden. Auch sonst gibt es entlang der Route für alle jene, die gerade nicht laufen, eine Menge zu entdecken und besichtigen.

Die gesamte Strecke ist mit 840 Kilometern knapp 200 Kilometer länger als jene nach Prato. Und obwohl es nicht durchs Hochgebirge geht wie damals über die Alpen, unterscheidet sich der Frankreichlauf hinsichtlich der zu bewältigenden Höhenmeter kaum von jenem nach Italien. Brugger nennt die Zahlen: „Es geht wie nach Prato 6300 Höhenmeter rauf und 7100 runter. Nach Prato waren es 6800 Höhenmeter abwärts.“ Allein der Grand Ballon schlägt laut Jürgen Frank mit 1200 Höhenmetern zu Buche.

Keine Frage, es gibt unterschiedliche Läufer – die einen mögen es flach, die anderen bevorzugen bergiges Crosslauf-Gelände, auf dem es auch schmal und manchmal ein bisschen unwegsam zugehen kann. „Entsprechend werden die Läufer dann auch bei den Etappen eingeplant“, sagt Frank. „Damit das gut funktionieren kann, sollten sich Läufer, die neu an der Stafette teilnehmen wollen, am besten bei den Lauftreffs der verschiedenen Wangener Vereine einchecken“, rät er. Grundvoraussetzung für einen Teilnehmer ist die Fähigkeit, täglich mindestens zehn, eventuell auch zweimal zehn Kilometer bei einer Geschwindigkeit von 6 Minuten pro Kilometer laufen zu können. So sind bei den Vorbereitungen auch wieder die Experten vom Pratolauf dabei. Neben Jürgen Frank und Ralf Brugger sind es Kornelius Scheible-Osterkamp vom SV Deuchelried, Martin Gralki von LTC Wangen, Reinhold Meindl von der MTG Wangen und Michael Höß von der SG Niederwangen. Kultur- und Sportamtsleiter Hermann Spang hat die Organisation vonseiten der Stadt Wangen in der Hand.

Die Läufer werden zu zweit, entweder als Läuferpaar oder in Begleitung eines Fahrrades, unterwegs sein. Insgesamt werden Teams mit sieben Personen gebildet, die einzelne Streckenabschnitte gemeinsam absolvieren. Die Läufer bekommen im Vorfeld detaillierte Streckenpläne mit Übergabepunkten, so dass die Orientierung auch im freien Feld gut möglich sein wird.

In La Garenne-Colombes dürfen sich die Läuferinnen und Läufer nach der Ankunft bei einem Abendessen stärken. Am Samstagvormittag geht es zur Stadtrundfahrt nach Paris, der Nachmittag ist dort zur freien Verfügung. Abends ist in La Garenne-Colombes ein Rundgang geplant. Am Sonntag treten die Läufer den Heimweg an – fahrend, nicht laufend.

 „Ich glaube, das wird auch wieder ein tolles Gruppenerlebnis“, sagt OB Lang, der hofft, dass aus möglichst allen Lauftreffs in Wangen und Umgebung eine Abordnung und auch viele nicht organisierte Einzelläufer dabei sein werden. „Dann wären wir eben wirklich ein Wangener Team“, sagt er.

Der Lauf wird von der Stadt Wangen unterstützt. Die Läufer leisten einen Unkostenbeitrag von 150 Euro für die Übernachtungen und den Aufenthalt in La Garenne-Colombes von Montag bis Sonntag.


Text und Bild: Stadt Wangen im Allgäu

Info:

Wer Lust hat, bei diesem sicher einmaligen Erlebnis mitzulaufen, kann sich ab jetzt beim Kultur- und Sportamt der Stadt Wangen anmelden. Alle Informationen zur Laufstafette sind auf der Homepage des SV Falken zu finden: http://www.sv-falken.de/laufstafette.htm Dort gibt es auch einen Link zu den Anmeldeformularen (http://www.sv-falken.de/PDFS/Laufstafette/Ameldung%20Laufstafette%20LGC%202020.pdf).

Wer kein Läufer ist, aber dennoch im Jubiläumsjahr Lust hat, in die Partnerstadt zu fahren, der kann sich der geplanten Bürgerfahrt anschließen. Sie ist vom 18. bis 21. Juni 2020 vorgesehen. Näheres wird noch bekannt gegeben.

 

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